Montag, 6. April 2009

Betrug beim Pokalfinale sorgt für Eklat

Um wie in den vergangenen zwei Jahren mindestens ins Halbfinale zu kommen, war es ratsam, dem Bundesligisten aus Schöneiche im Viertelfinale möglichst aus dem Weg zu gehen, was zwangsläufig bedeutete, dass wir in unserer Vorrundengruppe Erster werden sollten. Das "Losglück" verhalf uns aber zu einem ruhigen Samstag, wobei lediglich der Potsdamer VC noch im ersten Satz mehr als zwanzig Punkte verbuchen konnte. Weder die U-18 Landesauswahl, noch die "Seniorenresidenz" Energie Cottbus II waren ersthaft in der Lage, uns auch nur ansatzweise ärgern zu können. So konnten wir uns mehr auf die weiblichen Bekanntschaften konzentrieren, die es ehrlich gesagt auch mehr verdient hatten ... zumal sie auch hübscher waren, als unsere Gegner. Der Abend verlief keusch und abstinent wie immer. Anmerkung: wer mich beim Schlafen stört, läuft gravierend Gefahr "ordentlich auf die Fresse zu kriegen" ... obwohl ich von Natur aus ein zurückhaltender und friedlicher Mensch bin. Apropos: Nach geheimen Absprachen gelang es dem Torchman sich eine weitere gelbe Karte an Land zu ziehen. Diese Regelwidrigkeit, die ihm den bedeutendsten Titel in der mannschaftsinternen Saisonwertung bringt, stellt selbst verschobene Championsleaguespiele im Handball in den Schatten, zumal ich wesentlich ausfallender geworden bin. Deshalb ist das nebenstehende Bild als Strafe für diese Unsportlichkeit zu sehen!
Im Viertelfinale wartete dann der USV Potsdam, das schönste Los, das wir uns wünschen konnten, denn Unterhaltung war garantiert. Die Motivation, die Hierarchie in Golm zurecht zu rücken, war bei uns ebenso groß, wie das Verlangen der "Ersten", das unbedingt zu verhindern ... wer will sich schon von seinem "kleinen Bruder" vorführen lassen! Nach einem knappen Sieg im ersten Satz, konnte der USV im zweiten ebenso knapp den Satzausgleich wieder herstellen. Der Tiebreak begann eher ungünstig für uns und kurz vor dem Satzende lag der USV noch immer mit zwei Punkten in Front. Doch ein grandioser Endspurt sicherte uns den verdienten und vielumjubelten 15:13 Sieg über den Regionalliga Vizemeister.
Nachdem wir in Golm für geordnete Verhältnisse gesort hatten, war es nun Zeit das ganze auf Potsdam auszudehnen, denn im Halbfinale wartete nun Waldstadt, wieder ein Gegner, für den man niemanden besonders motivieren musste. Nach diversen Netz- und Wechselfehlern, mit denen sich aldstadt selber aus dem Rhythmus brachte, gingen wir mit 1:0 in Führung. Leider versagte im zweiten Abschnitt die Annahme und unser Angriff kam nicht mehr durch. Wieder musste der Tiebreak entscheiden. Trotz einer 8:6 Führung zum Seitenwechsel, konnte Waldstadt auf 13:10 vorbeiziehen. Doch wer den VFH kennt, weiß, dass dann das Spiel erst richtig losgeht. Noch einmal ließ der Landesmeister seine Klasse aufblitzen, konnte sich in unnachahmlicher Weise noch einmal herankämpfen und hatte bei 14:13 seinen ersten Matchball. Waldstadt konnte diesen und auch den nächsten abwehren. Dass wir uns letztlich mit 15:17 geschlagen geben mussten, schieben wir einfach mal auf die kurze Regenerationszeit zwischen Viertel- und Halbfinale ... zudem wollten wir Waldtadt, für die in den letzten Jahren im Viertelfinale, bzw. scon in der Vorrunde Schluss war, mal was Gutes tun.

Mittwoch, 1. April 2009

Titelkämpfe in Cottbus

Nach dem wiederholten Erwerb des Landesmeistertitels zählt der VfH Potsdam auch beim Landespokal an diesem Wochenende zu der erweiterten Leistungsspitze ... in der Vernichtung von alkoholisch-isotonischen Erfrischungsgetränken. Trotz der Absenz des überragendsten Akteurs auf dem Gebiet des subintellektuellen Trashtalks (Graf von und zu Porno), wird die Mannschaft versuchen, durch choreografisch ausgefallene Tanzstile - der amtierende Regionalchampion, auch bekannt als "USS Krakow", zählt hier sicher zu den Titelaspiranten - den begehrten Publikumspreis für die asympathischste Mannschaft nach Potsdam zu holen.
Der wichtigste Preis an diesem Wochenende wird indes mannschaftsintern vergeben, wenn es zwischen dem "Torchman", Tom und dem amtierenden Titelverteidiger um die begehrte Trophäe des meistsanktionierten Spielers geht. Wir erwarten diesbezüglich bereits vom ersten Ballwechsel an ein knallhartes Ausscheidungspöbeln.

Dienstag, 31. März 2009

Die Reserve will nach oben

Freitag, 20. März 2009

"Pflugscharen zu Schwertern"

Diesen Samstag werden die "Heroen aus Golm" ihrer Saga ein weiteres ruhmreiches Kapitel hinzufügen, das zugleich eine Zäsur in der Geschichte der für die Historie bedeutendsten Vereinigung pseudointellektuell-arroganter Selbstdarsteller darstellt, und den ersten Teil der Trilogie "Die Rückkehr der Götter" beenden wird. Das "Schwarze Ballett" ist entschlossen, den dafür nötigen Sieg mit aller Gewalt - und das ist in Anbetracht der aufgefahrenen Geschütze wörtlch zu nehmen - bereits im ersten Spiel herbeizuführen.
Ein Appell: Wir möchten unseren geehrten Gegner daraufhinweisen, dass wir ungeachtet der Gegenwehr nicht bereit sind, auch nur einen Zentimeter der Festung Golm preiszugeben. Sollten wir gewahr werden, dass sich jene auf der anderen Netzseite befindlichen potentiellen Schlachtlämmer nicht in ihr Schicksal fügen wollen, werden wir die entsprechende Schlachtbank aufbauen und mit den geplanten Opferungen zu Ehren des golmer Götterkanon beginnen. Bei sichtlichem Entgegenkommen, würden wir uns mit dem Häuten begnügen. Wenn ihr jetzt den Eindruck bekommt, die Wahl zwischen Pest und Cholera zu haben, ist das nicht ganz abwegig, aber wie gesagt, die Dimensionen eures Leidens werden in entscheidendem Maße von eurer Gegenwehr abhängig gemacht.

Mittwoch, 18. März 2009

Mutze's Ligakolumne

"Sozialisationseffekt des USVFH außerhalb seiner systemischen Grenzen nachgewiesen" (Prof. Dr. em. Weißnicht)

Dies ist ein großer Tag für unsere kleine Vereinsmannschaft!
Entsprungen aus dem Schatten der Ersten...als USV Potsdam II über jahrelang aktiv oder passiv (wenns im Club mal wieder später wurde oder wir eine Tour de Golm unternommen haben^^) unterwegs...mittlerweile als VFH Potsdam kurz vor dem zweiten Landesmeistertitel der Mannschaftshistorie...und nun das!

Aber bevor ich mit der Tür ins Haus falle, möchte ich erst mal alle Leser herzlich zu einer weiteren ungeliebten Ausgabe meiner unregelmäßig erscheinenden Kolumne begrüßen: "Hallo!"

Nun zum wesentlichen Thema der Sitzung:
Die Sozialisationsleistung des USVFH's innerhalb unserer Mannschaft ist seit Jahren unumstritten. Akteure mit individuellen Handlungsmustern, die nicht in das 'heliozentrisch-humanistisch-aufgeklärte (dank Marci)-Weltbild' unserer Mannschaft passen (und wie wir zurecht festhalten wollen: die so auch nicht für die Gesellschaft erträglich wären!), wurden seit Jahre bei uns mit offenen Armen begrüßt. Ich sag nur: "Give me the ball!!!"

Das System Mannschaft begann sofort mit der Arbeit am jeweiligen Akteur und bewirkte mit seinen autopoesischen und selbstreferentiellen Charakter teilweise zügig, teilweise schleppend, aber stets mit Erfolg eine Veränderung der Selbst- und Fremdwahrnehmung der (vorher) gesellschaftsunfähigen Personen.

Folgendes Zitat belegt nun auch den Sozialisationseffekt in angrenzenden Systemen:
"Nach dem 3:0 gegen den Mitkonkurrenten VC Angermünde, mit dem uns der Klassenerhalt nicht mehr zu nehmen war, gab es nicht die erwartete Assihopse, wie die designierten Landesmeister vom VFH Potsdam (Herren) den grenzenlosen Jubel bezeichnen." (Auszug aus dem Spielbericht der zweiten Damenmannschaft des SV Energie Cottbus^^)


Ja... heute ist ein großer Tag für die Geschichtsschreiber unseres Provinzvereines! Vom Acker in Golm - hinein in einen niedersorbischen Spielbericht! Wenn das mal nicht der Anfang von etwas ganz Großem ist!

;)

Sonntag, 8. März 2009

Kartenspiel in Brandenburg - überreizt und vier Punkte im Skat gefunden

Brandenburg war für uns in den vergangenen Jahren stets eine verlustreiche Angelegenheit, zumal sowohl Brandeburg, als auch Kyritz mit dem Rücken zur Wand stehen. Nachdem das erste Spiel des Tages mit 3:0 an Kyritz ging, war Polen offen. Noch eine Niederlage gegen uns, und der Abstieg ist in trockenen Tüchern.
Nachdem wir im ersten Satz bis zum 12:12 vernünftig mitspielten, ohne große Akzente zu setzen, stellten wir danach sämtliche Aktivitäten ein, was zu einem unansehnlichen 16:25 führte. Damit war das braune Verdauungsendprodukt erstmal am Dampfen. Der zweite Satz begann, wie der erste endete. Nach erneuten Schwächen des Schiedsgerichtes im Umgang mit technischen Defiziten auf gegnerischer Seite, sah sich der Autor dazu veranlasst, dies dem Schiedsrichter in seiner ihm unnachahmlich sachlichen und äußerst höflichen Art zur Kenntnis zu geben. Dieser wies jedoch jegliche Kritik an seiner Handlungsweise mit einem gelben Karton ebenso höflich zurück. Fazit: Inzwischen stand es 2:5 gegen uns, aber der Autor hat im Kampf um den Titel "Meistsanktionierter Spieler" wertvollen Boden gutmachen können. Beim Stand von 23:21 für uns, sahen wir uns dem Satzausgleich sehr nah. In der Folgezeit mussten wir jedoch drei Satzbälle abwehren, bevor wir uns mit 30:28 durchsetzen konnten. Dieser Satz war der Wendepunkt im Spiel. Die beiden folgenden Sätze spielten wir souveräner, noch nicht immer wirklich gut, aber einen Hauch cleverer als die Gastgeber, die sich letztlich mit 25:21 und 25:20 geschlagen geben mussten. Die Schiedsrichterdiskussion war aber noch lange nicht vorbei. Nachdem Sven Förster sich ebenso kritisch über die Leistung geäußert hatte, sah er noch nach Spielende die rote Karte.
Das Spiel gegen Kyritz war noch nervenaufreibender. Nachdem wir den ersten Satz mit 27:29 verloren gaben, obwohl wir selber Satzbälle hatten und den Satz auch schon sicher, wenn Snider nicht noch ins Netz gefallen wäre, demontierten wir Kyritz daraufhin einstellig. 25:9 schenkten sie den Satz ab. Dabei spielte Matze den geilsten Ball des Spiels: nach verunglückter Annahme, gelang es unserem Libero noch, den Ball aus einer Entfernung über das Netz zu baggern, die man in der Physik in "gefühlten Lichtjahren" angeben würde. Nachdem dieser Ball knapp unterhalb der Hallendecke zum Sinkflug ansetzte, und sich keiner der sechs Kyritzer dieses Balles annahm, war Matze nicht mehr zu halten: Als hätte er das Siegtor im Championsleague-Finale geschossen flitzte er wie ein Bekloppter durch die Halle, schraubte an seinem Ohr und drehte am Rad. Leider war das nicht das erhoffte Einbrechen des Gegners. Der nächste Satz gestaltete sich ähnlich knapp wie der erste. Nachdem wir auch hier zunächst einen Satzball abwehren mussten, gelang es uns noch, diesen mit 27:25 für uns zu entscheiden. Wer jetzt glaubte, Kyritz den Zahn gezogen zu haben, irrte erneut. Wieder entwickelte sich ein Krimi, und wieder hatten wir zum Ende hin zwei Satzbälle gegen uns. Beide konnten wir glücklicherweise abwehren, um dann letztlich noch mit 28:26 zu gewinnen. Wie wichtig dieser Sieg war, erkannte man der ausgelassenen Assihopse.
Fazit: Vier Punkte hart erkämpft ... vielleicht auch mit ein wenig Dusel. Wir haben unsere "Pflichtaufgabe" erfüllt, die anderen haben gepatzt. Noch ein Sieg, und der Landesmeistertitel ist wieder da, wo er hingehört: in Golm!

Samstag, 28. Februar 2009

21.02.09 - Tag der Entscheidung