Montag, 20. April 2009

Opel Cup 2009


Wir kamen, wir sahen und wir siegten
Es war Samstag der 18. April als sich die Rumpfmannschaft des amtierenden brandenburgischen Landesmeisters auf den Weg nach Burning Castle machte. Nachdem am Donnerstag Abend nur einige Spieler des schwarzen Balletts durch ein ausgeklügeltes Verfahren ( wer hat denn nichts besseres vor?) dazu auserkoren wurden diesen ruhmvollen Kreuzzug gen Westen anzutreten bestand das Dream Team nur noch aus Tobi, Nowi, Marci, Schulle, Tom, Andreas und Basti. Schneidi war eigentlich allen Anschein nach sehr begierig diesem Enseble bei seinem wochenendlichen Ausflug beizuwohnen wurde dann aber durch den KEIN-BOCK-DETEKTOR disqualifiziert. "Schade Schneidi beim nächsten mal darfst du bestimmt mit".
Während sich vier mutige Kreuzritter mit dem roten Eisenpferd aus der Landeshauptstadt näherten war die Kundschaftereinheit T.O.M. (Trinken ohne Maß) schon vor Ort. Die Nachhut bestehend aus der Zuspielerfraktion traf nur wenig später ein.
Dass VFH und Losglück untrennbar miteinander verbunden sind wie Bier trinken und leistungsorientierter Volleyball ist ja nun schon bekannt. Und so kam es, dass die drei Teilnehmer unserer Viererstaffel Blau-Weiß-Brandenburg, Niendorf und Deutschland (Gehörlosenmannschaft) hießen. Zur Vereinfachung für den Leser werden für diese Mannschaften die Abkürzungen VCO* I-III eingeführt. Im ersten Spiel standen wir dem VCO III gegenüber, der mit seiner "ruhigen" Spielweise Eindruck auf uns machte. Jedoch ging auch hier wieder die berühmte VFH-Taktik auf, den Gegner durch den Gewinn des ersten Satzes in einen möglichen Tie-Break zu zwingen und damit automatisch das Spiel für uns zu entscheiden. Im sofort darauf folgenden Spiel (2,5  Stunden und 3 Bier später) trafen wir auf den Gastgeber, den VCO I, der sich mit einen der besten Mittelblockern der Brandenburgliga verstärkt hatte. Nachdem wir diese Mannschaft schon dreimal in der zurückliegenden Saison geschlagen hatten sollte dieses Spiel keine Ausnahme bilden. Klarer 2:0 Auswärtssieg. Nach diesem Spiel sollte nur noch ein zeitlich kaum spürbarer Augenblick von 3 Stunden vergehen bis wir auf unseren letzten Tagesgegner trafen. Wir nutzen diese Zeit um uns mit isotonischen Getränken seelisch und moralisch auf diese Begegnung vorzubereiten.
Leicht angeschwippst, voller guter Dinge und mit einer Verstärkung in Gestalt von dem Berliner "Mirko" auf der Mittelblockerposition, wollten wir nun gegen den VCO II den Staffelsieg perfekt machen. Dabei benutzten wir eine vollig neuartige und bis dahin noch nie dagewesene Taktik. Anstatt den Gegner schon im ersten Satz in den Tie-Break zu zwingen taten wir dieses nun erst im zweiten. Völlig verblüfft von dieser meisterlichen Taktikveränderung ergab sich der VCO II nun unterwürfig und wir konnten den Endscheidungssatz zu unseren Gunsten entscheiden. Positiver Nebeneffekt dieses Gruppensieges war, dass sich der VCO I damit für das Halbfinale qualifizieren konnte und somit Sven Förster sein Versprechen eine weitere Saison in Burning Castle zu spielen einhalten musste.
Anschließend stand noch die After-Match-Party im hiesigen IQ an, bei der jedoch nur 50% unseres Sonntagskaders mehr oder weniger anwesend waren. Ein VFH'ler hat sich das Motto des 5. Opel-Cups wohl sehr zu Herzen genommen.
"Wer sich erinnert, war nicht dabei." Die Identität dieser Person wird mit Diskretion behandelt. 
Am Sonntag reisten wieder zwei mutige Recken des Vereins zur Förderung des Hochschulsports (Deshalb das große "F" im Acronym) mit dem roten Eisenpferd an. Nach einem kurzen Spaziergang des Duos bei sonnigem Wetter durch die brandenburger Innenstadt vereinigte man sich mit den leicht übermüdeten Teammitgliedern, die in den Genuss der After-Match-Party kamen. 
Unser Halbfinalgegner hieß nun Rüdersdorf (VCO IV), welcher sich mit einem Spieler aus der 2. Volleyball-Bundesliga verstärkt hatte. In diesem Match zeigte sich warum das schwarze Ballett sich zurecht Landesmeister nennen darf. Abgesehen von der "Wir gewinnen den ersten Satz und dann sowieso den Tie-Break"-Taktik glänzte der brandenburgische Spitzenreiter mit sicheren Angriffspunkten, guter Feldabwehr sowie Annahme und einen Teamgeist, der seinesgleichen sucht. Dieses spektakuläre Punktefestival wurde immer wieder von fragenden Blicken der VFH-Spieler untereinander begeleitet. "Gewinnen wir gerade?" Nach 43 Minuten stand das Ergebnis fest. 2:1 für die Guten.
 
Nun hieß die Parole durchhalten und nicht kalt werden. Die Umsetzung wurde durch die Einnahme von Hopfenblütentee und gelegentlichen Gebebbele gewährleistet. Nach nur kurzweiligen 4,5 Stunden standen wir der Mannschaft "Spremberg Revival" (VCO V) gegenüber, die sich aus Buckowern und Sprembergern zusammensetzte. Damit wiederholte sich das Finale von 2008. Praktisch ein Final Revival. Leicht müde und mit dem Mut der Verzweiflung standen die Sexy Six dem optimistischen VCO V, als krasser Außenseiter gegenüber. Da wir aufgrund der Turnierregeln das Ballentscheidungsrecht hatten kam uns das zugute. Unser Gegner, der zuvor alle seine Spiele mit 2:0 gewonnen hatte schlug nun im ersten Satz mit einer Aufschlagfehlerquote von 50% auf. Diesen Umstand und einer sehr guten mannschaftlichen Leistung hatten wir es zu verdanken, dass der erste Satz (Sieges-Taktik) an uns ging. Eigentlich hieß es nun sich ruhig zurück zulehnen und auf den Tie-Break zu warten doch egal was wir taten wir lagen immer vorn. Die fragenden Blicke wie sie schon im Halbfinale unter den Spielern kursierten wichen nun entschlossenen. Der VCO V kam beim Stand von 22:18 noch einmal ran, wodurch sich ein sehenswerter Showdown-Krimi entwickelte der alle Reserven kostete (Tom:" Wenn ich noch mehr springe krieg ich 'nen Herzinfarkt). Beim Stand von 27:26 konnten wir dann den entscheidenen Ball im generischen Feld unterbringen und uns von den Zuschauern feiern lassen. Nachdem wir den Pokal übereicht bekommen und den Sprembergern das ganze Bier weggetrunken hatten fuhren wir glücklich zurück nach Hause
Fazit:
Es hat Spaß gemacht beim Turnier dabeigewesen zu sein, welches gut organisiert und gecatert wurde. Es hat sich gezeigt, dass 11 Frauen und drei Betreuer (USC Magdeburg) aber auch 6 Männer und drei Kästen Bier den Turniersieg davon tragen können.
Bis nächstes Jahr.
-ENDE-
*VCO = VC Opfer

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