Montag, 9. November 2015

Spätrömische Dekadenz beim Training

Dem aufmerksamen Beobachter wird aufgefallen sein, dass es in letzter Zeit zu einer vernachlässigten Glorifizierung und verbalen Ästhetisierung der letzten Spieltage gekommen ist. Entweder waren die USV Ergebnisse so überragend, dass eine Verherrlichung die Einführung des "USVlativs" - die Steigerungsform des Superlativs - erfordern und damit eine Revolution in der deutschen Sprache hervorrufen würde, oder der Chefpropagandist war einfach nur im Urlaub. Die momentane Tabellensituation lässt ja fast beide Optionen als wahrscheinlich gelten.
Die angespannte Personalsituation der letzten beiden Spieltage hat sich aufgrund der Rückkher mehrerer Verletzter deutlich entspannt. Ebenso haben die Anzeigen in etablierten (Volley)Ballmagazinen wie der "FHM" und dem Playboy" eine solche Resonanz gehabt, dass inzwischen Erstaufnahmelager für neue Spieler errichtet werden mussten - zum Glück haben wir genug Hallenkapazitäten. Allerdings wirkt sich dies auch auf das Training aus, so dass der obligatorische Erwärmungsfussball, der vor einigen Monaten noch eine straffe Konditionseinheit war, inzwischen verstärkt technische Qualitäten verlangt. So haben sich Strafraumszenen von der verklärten Westernromantik des einsamen Cowboys zu tummultartigen Schlachtszenen aus Herr der Ringe gewandelt - Pawel wurde sogar schon für die Kategorie "authentischster Gimli" nominiert.

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